03.04 poppa chubby, etage club, biel

nach langem warten und etlichen verpassten konzerte und einem abgesagten war es zu diesem zeitpunkt so weit das ich endlich an ein konzert von poppa chubby kam (hier sei ein dank an meinen bruder gewidmet).

um an das konzert zu gelangen reisten wir nach biel in die zwei sprachigen stadt und auf dem weg dahin versuchte ich mich zu erinnern an die wichtigsten wörter die man in einem konzertlokal an der bar wissen sollte.

zu meiner überraschung sprachen sämtliche mitarbeiter vom etage club deutsch und das sogar ohne akzent. somit war mein erstes bier bestellt...

 

etage club: ein raum der gemütlich mit leuten (durchschnittsalter war etwas höher als ich erwartet hätte aber denoch mehrheitlich irgendwo in meinem jahrgang zu suchen) gefüllt war, ohne luftzirkulation oder lüftung und mit geschlossenen fenstern (dazu später mehr). der raum war auch mit einer bar ausgestatten mit zwei sehr schnellen und flinken arbeiter hinten dran. ich glaube die längste wartezeit war zwei minuten oder so. das bier war zu meiner überraschung feldschlösschen aber in dieser atmosphare schmeckte es perfekt und es gab das bier in halbliter flaschen.

das einzige was ich bemängeln kann im etage club ist die tiefe oder besser gesagt nicht hohe bühne so das man die musikartisten kaum sah. der sound war aber sehr gut abgemischt und hörte sich auch gut an.

 

poppa chubby ein übergewichtiger blues-gitarre spieler mit einer stimme die einfach dazu passt. und wie! er kam auf die bühne, begrüsste unter tosendem applaus/schreie der zuschauer die bühne und legte los. nach 30 sekunden war man im poppa chubby trans verfallen und man gab sich hemmungslos dem konzert hin.

nun zu den geschlossenen fenstern und keine lüftung: nach etwa fünf songs japste sogar poppa chubby nach luft und konnte sich eine bemerkung nicht verkneifen denn es war unendlich heiss geworden im club. ein hochsommer in der wüste gobi ähnliche zustände herrschten und man bestellte sich schnell wieder eine kühle flasche bier um den körper abzukühlen. eine schelte gegen die nachbaren (wegen denen darf man die fenster nicht öffnen) konnte sich poppa chubby nicht verwehren und schrie laut ins mikrophon: fuck you neighbours!

kurz darauf huschten seine finger wieder über die gitarre zu den nächsten 15 songs.

nach gut über eine stunde musste sich poppa chubby setzen da er stehen am ende seiner kräfte war aber das konzert war noch nicht zu ende... noch lange nicht, denn es ging ab jetzt nochmals über eine stunde. die songs waren perfekt zusammengestellt und es wurde nie langweilig (kann bei blues passieren), okey es ist auch nicht einfach so blues sonder eher rock-blues und zum teil sehr wild.

zufrieden gönnte ich mir nach dem konzert im lokal neben an noch gemütlich ein bier und war mit diesem abend höst zufrieden...

 

ich hab ihn endlich live gesehen und erlebt...